Trost ist, wenn jemand bleibt – Seelenwege Interview mit Jeanette Kohn
Was brauchen wir wirklich, wenn das Leben uns überfordert? Wenn wir keine Kraft mehr haben, keinen Ausweg sehen und innerlich leer sind? In dieser Folge von Seelenwege spreche ich mit Jeanette Kohn, Heilpraktikerin für Psychotherapie, Coachin und fünffache Mama, über Trost, emotionale Abhängigkeit, Selbstwert und Mut. Es ist ein Gespräch, das tief geht – weil es nicht beschönigt, nicht erklärt, nicht reparieren will. Sondern weil es bleibt.Warum Trost oft wichtiger ist als Lösungen
Viele Menschen suchen nach Antworten, nach Strategien, nach dem richtigen nächsten Schritt. Doch wie Jeanette Kohn im Interview sehr klar macht, gibt es Momente im Leben, in denen Lösungen nicht erreichbar sind – weil der Schmerz zu groß ist.
„Manchmal braucht es erstmal Trost. Jemanden, der einfach nur da ist. Ohne Ratschläge.“
Trost bedeutet nicht, etwas wegzumachen.
Trost bedeutet, Raum zu halten.
Gerade Erwachsene erleben Trost viel zu selten. Kinder dürfen weinen, klagen, gehalten werden. Erwachsene hingegen hören oft Sätze wie: „Du schaffst das schon“, „Reiß dich zusammen“ oder „Andere haben es schlimmer“. Doch genau diese Sätze verschließen den Raum.
Jeanette Kohn über Zuhören als heilsame Kraft
Jeanette Kohn: Warum echtes Zuhören heilt
Im Gespräch beschreibt Jeanette Kohn, dass Zuhören an sich bereits ein heilender Akt ist. Nicht, um sofort zu reagieren – sondern um gemeinsam auf das zu schauen, was da ist.
„Ich höre einfach nur zu. Ich frage auch: Darf ich da etwas zu sagen?“
Diese Haltung ist entscheidend. Denn viele Menschen in Krisen wollen ihre Last nicht noch jemandem „aufbürden“. Sie halten aus, funktionieren weiter, obwohl sie innerlich längst erschöpft sind.
Bei Jeanette Kohn dürfen sie die Last ablegen. Symbolisch beschreibt sie, wie sie nach den Gesprächen die Tür öffnet und sagt: „Das lassen wir jetzt gehen.“
Wenn Menschen keinen Ausweg mehr sehen
Ein zentrales Thema im Interview mit Jeanette Kohn ist Hoffnungslosigkeit. Viele ihrer Klientinnen kommen zu ihr, weil sie glauben, ihre Situation nicht mehr verändern zu können – besonders Frauen in emotionalen oder finanziellen Abhängigkeiten.
„Sie haben vergessen, wie wertvoll sie sind.“
Abhängigkeit entsteht oft schleichend. Der eigene Wert wird an Beziehungen, Anerkennung oder Sicherheit geknüpft. Irgendwann ist der Blick auf Alternativen verloren gegangen. Genau hier setzt ihre Arbeit an – nicht mit Druck, sondern mit Stabilisierung.
Emotionale Abhängigkeit, Selbstwert und Mut
Jeanette Kohn: Mut beginnt im Kopf
Ein zentrales Thema im Seelenwege-Interview ist Mut. Nicht der große, laute Mut – sondern der leise, innere Mut, überhaupt wieder zu denken: Vielleicht gibt es doch einen Weg.
„Mut beginnt im Kopf. Und dann braucht es das Handeln.“
Viele Frauen sagen zu Jeanette Kohn, sie wären gern mutiger. Doch Mut entsteht nicht aus einem Mangel heraus, sondern aus dem Wiedererkennen der eigenen Würde. Erst wenn jemand wieder spürt: Ich bin etwas wert, kann Bewegung entstehen.
Deshalb hat Jeanette Kohn als Geschenk ein PDF entwickelt, das genau hier ansetzt: bei inneren Blockaden, Kompromissen und ersten Schritten zurück in die eigene Handlungsfähigkeit.
Eigene Erfahrung als Quelle von Tiefe
Was dieses Gespräch so besonders macht, ist die Ehrlichkeit. Jeanette Kohn spricht offen darüber, dass sie selbst alleinerziehend war, mit fünf Kindern, in einer existenziellen Krise. Sie weiß, wie es sich anfühlt, nicht weiterzuwissen.
„Ich wusste auch nicht, wie es weitergeht. Ich musste einfach erstmal weg.“
Diese Erfahrung ist keine Schwäche – sie ist die Grundlage ihrer Empathie. Menschen spüren, wenn jemand nicht nur gelernt, sondern erlebt hat. Deshalb wirkt ihre Begleitung so geerdet, so echt.
Trost, Vergebung und Verbundenheit
Im weiteren Verlauf des Interviews geht es um Vergebung. Nicht als Pflicht, sondern als inneren Prozess. Jeanette Kohn beschreibt, wie wichtig es für sie war, sich selbst und anderen zu vergeben – um nicht im Schmerz stehenzubleiben.
„Wir sind alle verbunden.“
Diese Verbundenheit ist kein spirituelles Konzept, sondern gelebte Erfahrung. Wer Trost gibt, verändert etwas – manchmal nicht sofort sichtbar, aber nachhaltig.
Es gibt immer einen Weg – auch wenn du ihn noch nicht siehst
Eine der kraftvollsten Aussagen des Interviews ist schlicht und klar:
„Es gibt immer einen Weg. Niemand muss es alleine schaffen.“
Gerade für Menschen, die finanziell eingeschränkt sind, betont Jeanette Kohn, dass es Unterstützungsmöglichkeiten gibt – etwa über Jobcenter oder kostenfreie Erstgespräche. Hilfe darf angenommen werden. Auch das ist Mut.
Warum dieses Gespräch so wichtig ist
Das Seelenwege-Interview mit Jeanette Kohn erinnert uns an etwas Grundlegendes:
Heilung beginnt nicht mit Optimierung.
Heilung beginnt mit Menschlichkeit.
Wenn du dich gerade erschöpft fühlst, feststeckst oder keinen Ausweg siehst, dann ist dieses Gespräch eine Einladung, nicht sofort stark sein zu müssen. Sondern zuerst gehalten zu werden.
🎁 Geschenk von Jeanette Kohn:
Ein kostenloses PDF „Mut beginnt im Kopf“ – mit Reflexionsfragen und konkreten Schritten, um innere Blockaden zu lösen.
👉 Mehr zu Jeanette Kohn und ihrem Angebot findest du hier:
http://www.jule.team
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